Bad Harzburg

Die Stadt Bad Harzburg liegt im Landkreis Goslar und geografisch betrachtet am nördliche Rande des Harzes. Die Landesgrenze zwischen den beiden Bundesländern Sachsen-Anhalt und Niedersachsen führt durch dieses Gebiet. Diese Grenze stellte auch bis 1990 die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) dar. Die Staatsgrenze verlief genau über den Gipfel des höchsten Berges im Harz, den Brocken.

Um das Jahr 780 soll der Legende nach von Karl dem Großen auf dem nahen Hartesberg eine Kapelle gebaut worden sein. Dies lässt sich allerdings nicht mehr nachweisen. Gesichert jedoch ist, dass im Jahre 916 ein Stift gegründet wurde. Knapp 50 Jahre später ließ Heinrich IV. hier eine Burg errichten, die Harzburg. Im 16. Jahrhunderts wurde eine Solequelle entdeckt, mit welcher eine Saline betrieben wurde. Die Stadt am Fuße der Harzburg trug bis zum Ende des 19. Jahrhunderts den Namen Neustadt. Erst als der Betrieb der Saline eingestellt wurde und das mineralhaltige Wasser aufgefangen wurde entwickelte sich hier ein florierender Kur- und Badebetrieb. Die Stadt gab sich bald selbstbewusst den Namen Bad Harzburg, was im Jahre 1896 auch behördlich anerkannt wurde. Bis dahin waren in der Stadt schon längst elegante Hotels entstanden, eine Pferderennbahn durfte natürlich auch nicht fehlen ebenso wenig wie ein Spielcasino. Eine gehörige Zahl von Kuranlagen rundeten das Bild des Kurortes Bad Harzburg ab.

Die Stadt erlangte im Jahre 1931 überregionale Bedeutung, als hier die sogenannte Harzburger Front aufmarschierte, eine Vereinigung von rechtsextremen Verbänden und Parteien unter der Führung von Alfred Hugenberger. Die Teilnahme daran machte Adolf Hitler in deutschnationalen konservativen Kreisen salonfähig und galt als ein großer Schritt zur zwei Jahre später stattfindenden Machtergreifung.

Gemeinsam mit seinem Stadtteil Harlingerode gehört Bad Harzburg zu einer der ältesten Industrieregionen in Europa. Heute haben hier Recyclingbetriebe ihren Standort, vertreten sind auch Betriebe der Metallaufarbeitung und Metallweiterverarbeitung ebenso wie Automobilzulieferer. Im nahe gelegenen Steinbruch im Radautal wird bis heute Gabbrogestein gebrochen.

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