Das Kyffhäuser Bergmassiv ist ein unweit des Harzes in südöstlicher Richtung gelegenes Mittelgebirge mit einer Höhe von etwa 480 m. Es besteht keine Einigkeit, ob es noch dem Harz zugerechnet werden kann. Dennoch soll hier über das Kyffhäusergebirge und seine Sehenswürdigkeiten berichtet werden.
Der Kulpenberg mit 473 Metern ist die höchste Erhebung des Kyffhäysermassivs, dessen größter Teil mit Wald bedeckt ist. Die Süd- und Westhänge jedoch weisen unbewaldete Flächen auf. Dies ist auf Grundwassermangel zurückzuführen, da der Untergrund sehr gipshaltig und stark verkarstet ist.
Der Kyffhäuserburgberg ist Anziehungspunkt für viele Touristen. Auf seinem Gipfel trägt es das Kyffhäuserdenkmal, auch Barbarossadenkmal genannt. Dieses Monumentaldenkmal ist 81 Meter hoch und wurde vom selben Architekten entworfen, der auch das Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig erbaut hat. Von der ehemaligen Reichsburg Kyffhausen sind hier auch noch Reste erhalten, unter anderem der mit 176 Metern tiefste Burgbrunnen der Welt.
Der Kyffhäuser ist vor allem Mittelpunkt einer Sage um den Kaiser Friedrich dem Ersten. Dieser Kaiser trug ob seines roten Bartes den Beinamen Barbarossa. In einer seinen Namen tragenden Höhle des Berges soll der Sage nach eben jener Kaiser mit seinen Getreuen schlafen um einst zu erwachen und das Deutsche Reich zu einer neuen Herrlichkeit und Macht zu führen. Es mag belustigend klingen, aber im Mittelalter gaben sich immer wieder diverse Hochstapler als wieder auferstandener Barbarossa aus. In Wahrheit ist der Kaiser im Jahre 1190 während der Kreuzzüge in einem Fluss ertrunken. Im neunzehnten Jahrhundert wurden mit dieser Sage politisch aktuelle Forderungen verbunden, die die Sehnsucht nach einem starken Nationalstaat beinhalteten. Die Sage hielt auch in Volksmärchen Einzug und wurde von Heinrich Heine in „Deutschland ein Wintermärchen“ persifliert. Später wurde das Denkmal auch als Symbol imperialen Machtstrebens des Kaiserreiches gewertet.