Archiv für Mai 2007

Naturschönheiten und Burgen in der Harz

Sonntag, 13. Mai 2007

Der Harz ist das höchste Gebirge Norddeutschlands. Bis im Mittelalter wurde es “Hart” genannt, was “Bergwald” heißt. Der höchste Berg des Harzes ist der Brocken, mit einer Höhe von 1.141 Metern. Falls dieser Name Ihnen als bekannt vorkommt, ist es vielleicht aus Goethes “Faust” – erster Teil der Tragödie, weil der Brocken als bekanntester Treffpunkt der Hexen in Europa gilt. Durch seine verzaubernden Landschaften lockt der Harz viele Touristen an. Steile Bergketten, Blockhalden, Hochebenen und schmale Kerbtäler (Bodetal, Okertal und Selketal sind die bekanntesten) charakterisieren den Harz. Zu den Sehenswürdigkeiten dieser Region gehören unter anderem Schlösser und Burgen. Von diesen sind folgende zu erwähnen: die Burg Falkenstein (wurde im 12. Jahrhundert gebaut und ist Bestandteil der “Straße der Romantik”), das Schloss Wernigerode (eines der meist besuchten Museen in Sachsen-Anhalt), die Kaiserpfalz Goslar (der größte, älteste und besterhaltene Profanbau des 11. Jahrhunderts) und das Schloss Blankenburg (mit Barockgarten, Museum und Teehaus, Fasanengarten, Schlosspark und -teich). Andere beliebte Ausflugsziele im Harz sind der Brocken (mit Brockenmuseum und Brockengarten), der Hexentanzplatz, die Harzer Schmalspurbahnen und die Rübeländer Tropfsteinhöhlen und das Besucherbergwerk mit Museum Rammelsberg.

Kurzer Einblick in die Geschichte des Harzes

Donnerstag, 10. Mai 2007

Die Umgebung um den Harz war schon in frühgeschichtlichen Zeiten besiedelt, dies wird auch anhand von zahlreichen Fundstellen bestätigt. Im 9. Jahrhundert wurde das Gebiet zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt, vom Kaiser Ludwig der Fromme. Doch die Besiedlung des Harzes selber begann erst im 10. Jahrhundert. Die meisten Orte, die in dieser Zeit gegründet waren enthalten in ihren Namen die Silbe- rode. Die ersten Siedler waren die Sachsen, deren Könige das Gebiet ursprünglich als Jagdrevier nutzten. Gleichzeitig wurden Handelsstraßen kreuz und quer der Harz gebaut, die verschiedene Königshöfe miteinander verbanden. Die ersten Siedler sammelten sich um kleine, wirtschaftlich nutzbare Flächen und beschäftigten sich hauptsächlich mit Erzabbau. In der neuen, wirtschaftlich immer bedeutenderen Region wurden schrittweise immer mehr Klöster und Städte ausgebaut. Die erste Blütezeit der Erzabbau im Harz endete im 14. Jahrhundert. Eine zweite Blütezeit begann erst in der Neuzeit. Immer mehr Städte bekamen Sonderrechte und die Region wuchs immer an. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Harzfestung zu einem bedeutenden Stützpunkt der Alliierten. Bis 1990 war es dann eine Deutsch- Deutsche Grenze. Mit dem Fall der Mauer wurde aber auf diese Grenze aufgehoben.